Manfred Zöllner erstmals Deutscher Judo-Meister
    1. Manfred Zöllner, 1. Budokan Hünxe - NW

2. Theodor Keppel, SV Darmstadt 98 - HE

3. Ludwig Geltl, TSV Abensberg - BY

3. Waldemar Konradi, TSV Neckargröningen - WÜ

5. Sigmar Klamann, PSV Bernau - BB

5. Rudolf Faber, TV 1858 Lindenberg - BY

  Manfred Zöllner, Judotrainer vom 1. Budokan, Hünxe gelang es im dritten Anlauf, nach zwei Silbermedaillen 2008 und 2006, erstmalig den Deutschen-Judo-Meistertitel im Judo–Einzelwettbewerb zu gewinnen. Er gewann in Heilbronn in der Altersklasse M6 in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm. Die Vorbereitungen, wie zum Beispiel 4 bis 5 Judoeinheiten pro Woche und zusätzliches Lauftraining, um das Übergewicht von 4 Kilogramm abzuspecken, haben sich bezahlt gemacht.

Bei der Waage in Heilbronn einen Tag vor dem Wettkampf waren noch schnell 1,4 Kilogramm abzukochen, was in etwas über eine Stunde geschehen war. Der Wettkampf am nächsten Tag verlief dann optimal für den ehemaligen Bundesligakämpfer von Hamborn 07 und Judo-Club Grieth, obwohl die Auslosung nicht schlimmer hätte ausfallen können. Im ersten Kampf stand ihm der starke und erfahrene Abensberger Ludwig Geltl gegenüber, der deutlich mit 3 Punkten besiegt wurde.

Im zweiten Kampf – dem Halbfinalkampf -kam es knüppeldick, es musste kein geringerer als der amtierende Weltmeister Waldemar Konradi vom TSV Neckargröningen ( Württemberg ) besiegt werden, um ins Finale einzuziehen. Die zwei fast Yuko-Wertungen für eine kleine Innensichel (Ko-Uchi-Gari) und ein Fußfeger (De-Ashi-Barai) reichten um im Kampfrichterentscheid mit drei Richterstimmen zu gewinnen.

Der Kampf um Gold war keine große Herausforderung: Mit einer Fußtechnik (große Wertung Wazaari) und bei anschließendem Armstreckhebel gab Theodor Keppel, SV Darmstadt 98, schnell auf.

Der Erfolg in Heilbronn gibt Hoffnung, den WM-Titel, den der Trainer vom 1. Budokan Hünxe in Tours 2006 errungen hatte, im Mai 2010 zu wiederholen. Diesmal geht’s nach Budapest/Ungarn.